Serum 25(OH) Vitamin D3 Spiegel könnte Mortalitätsrate senken

Wissenschaftler untersuchten mittels einer Meta-Analyse von prospektiven Kohortenstudien den Zusammenhang zwischen Serum 25-Hydroxy-Vitamin D (25(OH)D)-Konzentration und dem Risiko der Gesamtmortalität (Sterblichkeit).
Alle relevanten Studien wurden in einem statistischen Modell zusammengefasst und die Hazard Ratio (Risikoquotient; HR) wurde berechnet.

Ergebnisse
In die statistische Auswertung flossen die Ergebnisse von 12 Studien ein. Dies entsprach 32.142 Teilnehmern überwiegend höheren Alters, von denen 6.921 im Laufe der jeweiligen Studie verstarben. Die Auswertung ergab eine inverse (entgegengesetzte) Korrelation (Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen) zwischen den 25(OH)D-Konzentrationen im Plasma und der Gesamtmortalität in allen Studien.Bis auf zwei waren alle Studien signifikant. Die zusammengefasste Auswertung aller Studien ergab ebenfalls eine signifikante inverse Korrelation mit einem HR von 0,92 bei einem Gesamtanstieg der 25(OH)D-Serumkonzentration von 20 nmol/L.

Zusammenfassung
Eine um 20 nmol/L höhere 25(OH)D-Serumkonzentration senkt das Risiko der Gesamtmortalität in der älteren Allgemeinbevölkerung um 8 %. Die Ergebnisse dieser Studie stimmen mit den Ergebnissen von vorherigen Meta-Analysen aus randomisierten kontrollierten Studien (RCT) überein, die ebenfalls eine Abnahme der Gesamtmortalität mit zunehmender Vitamin D-Supplementierung (Nahrungsergänzung) feststellten.

Hinweis zum Versorgungszustand von Vitamin D (Nationale Verzehrstudie II 2008)
In der Altersgruppe ab dem 19. LJ. erreichen über die normale Ernährung 0 % der Frauen und Männer die Zufuhr-Empfehlung, weshalb den am schlechtesten Versorgten circa 19,2 µg Vitamin D fehlen. (DGE-Empfehlung: 20 µg/Tag)