Wissenschaftler überprüften in einer Sekundäranalyse der Alpha-Omega-Studie, ob Omega-3-Fettsäuren wie Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und Alpha-Linolensäure (ALA) die Vorfälle von Herzrhythmusstörungen und fatalen Herzinfarkten reduzieren kann.
Die Wissenschaftler analysierten Daten von 1.014 Patienten mit Diabetes mellitus nach Herzinfarkt. Die Studienteilnehmer wurden in 4 Gruppen eingeteilt und erhielten über 40 Monate eine Placebo-Margarine oder Margarine, die mit unterschiedlichen Mengen an Omega-3-Fettsäuren angereichert war.
Endpunkt der Studie war das Auftreten von Ereignissen aufgrund von Herzrhythmusstörungen und fatalen Herzinfarkten.
Ergebnisse
Die Studienteilnehmer verzehrten durchschnittlich 18,6 g Margarine pro Tag.
In den Interventionsgruppen nahmen die Teilnehmer täglich 223 mg Eicosapentaensäure plus 149 mg Docosahexaensäure und/oder 1,9 g Alpha-Linolensäure auf.
Es traten bei 29 Patienten Ereignisse aufgrund von Herzrhythmusstörungen auf und bei 27 Patienten kam es zu Herzinfarkten.
Im Vergleich zur Placebo-Gruppe traten in der Gruppe mit Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren weniger Ereignisse aufgrund von Herzrhythmusstörungen (hazard ratio 0.16; 95 % CI 0.04 – 0.69) und Herzinfarkten auf.
Zusammenfassung
Die Daten der Interventionsstudie weisen darauf hin, dass eine zusätzliche Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren die Vorfälle aufgrund von Herzrhythmusstörungen und fatalen Herzinfarkten verringern kann. Insbesondere Patienten mit Diabetes mellitus nach Herzinfarkt können von einer Nahrungsergänzung profitieren.
Hinweise zum Versorgungszustand von Omega-3-Fettsäuren
Die Versorgungssituation von Erwachsenen mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren (Summe aus EPA und DHA) unterscheidet sich nach Alter und Geschlecht. Frauen weisen je nach Altersklasse mittlere Zufuhrwerte von 105 mg bis 240 mg auf. Männer erreichen mittlere Zufuhrwerte von 110 mg bis 450 mg. Bei beiden Geschlechtern ist die Versorgung in jungen Jahren am schlechtesten und wird mit zunehmendem Alter besser.
