In zwei Studien, in denen Nahrungsergänzungsmittel zur Abmilderung von Symptomen der Wechseljahre getestet wurden, zeigte sich ein Zusammenhang mit einem verminderten Brustkrebsrisiko. Wissenschaftler überprüften, ob die Langzeitverwendung verschiedener Nahrungsergänzungsmittel das Risiko einer Brustkrebserkrankung (Mammakarzinom) beeinflussen kann. Sie analysierten Studiendaten von 35.016 Frauen im Alter zwischen 50 und 76 Jahren (nach den Wechseljahren/Klimakterium), bei denen kein Brustkrebs vorlag. Die Teilnehmerinnen beantworteten zwischen 2000 und 2002 einen 24-seitigen Fragebogen über die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln in der Vergangenheit und Gegenwart.
Ergebnisse
Zwischen 2000 und 2007 traten 880 Brustkrebsfälle auf. Die Analyse der Daten zeigte ein um 32 % geringeres Risiko, an einem Brustkrebs der Milchgänge zu erkranken, wenn Frauen regelmäßig und langfristig Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA; Fischöl/Nahrungergänzungsmittel) einnahmen.
Zusammenfassung
Der gesundheitliche Nutzen von Fischöl zur Vorbeugung einiger chronischer Erkrankungen ist bekannt. Diese Studie zeigt auf, dass Fischöl auch zur Vorbeugung von Brustkrebs geeignet sein könnte.
Hinweise zum Versorgungszustand vom Omega-3-Fettsäuren
Die Versorgungssituation von Erwachsenen mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren (Summe aus EPA und DHA) unterscheidet sich nacht Alter und Geschlecht. Frauen weisen je nach Altersklasse mittlere Zufuhrwerte von 105 mg bis 240 mg auf. Männer erreichen mittlere Zufuhrwerte von 110 mg bis 450 mg. Bei beiden Geschlechtern ist die Versorgung in jungen Jahren am schlechtesten und wird mit zunehmendem Alter besser.
Prof. Dr. med.
Gerhard Grospietsch
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